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Durch Metta-Meditation Herzensgüte und Mitgefühl für sich und andere entwickeln

Stress und Hektik bestimmen unseren Alltag und wir hetzen von einem Termin zum anderen. Die Zeit scheint dabei wie Sand in unseren Fingern zu zerrinnen und oftmals geht die Achtsamkeit auf sich selbst und andere Menschen verloren. Dieses tiefe Bewusstsein für das eigene Ich und andere Menschen kann durch die Metta-Meditation auf simple Weise wiederentdeckt werden. Denn nur wer mit sich selbst im Reinen ist und sich mit Wohlwollen begegnet, kann diese Gefühle auch für andere Wesen aufbringen. Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen zur Metta-Meditation und wie du mit ihrer Hilfe deinen Mitmenschen mit Liebe und Herzensgüte begegnest.

Welchen Ursprung hat die Metta-Meditation?

Das Wort "Metta" hat seinen Ursprung in der altindischen Pali-Sprache, die zu Zeiten von Buddha Siddhartha Gautama gesprochen wurde. Metta bedeutet Wohlwollen, Herzenswärme und selbstlose Liebe für alle Lebewesen und kann übertragen auf die heutige Zeit mit Freundlichkeit und Sanftheit beschrieben werden.

Welche Bedeutung hat Achtsamkeit für Menschen?

Mit Achtsamkeit und Freundlichkeit durch den Alltag zu gehen und seinen Mitmenschen wohlwollend zu begegnen, ist ein Grundprinzip einer funktionierenden Gesellschaft. Nicht nur Yoga, auch der Geist und die Energie von Metta sind eine grosse Hilfe in der heutigen Zeit, um Achtsamkeit bewusst umzusetzen. Metta ist ein wirksames Mittel gegen

  • Wut
  • Angst
  • Aggressivität

Wer nach den nach den Lehren von Metta lebt, sieht das Gute in seinem Gegenüber und macht die Welt damit ein bisschen friedlicher.

Wie kultiviere ich Herzensgüte, Liebe und Mitgefühl?

In der Metta-Meditation nimmst du Kontakt zu deinem Herzen auf. Damit ist nicht nur dein biologisches Herz gemeint, sondern dein Herzensraum, der in tiefem Kontakt mit deinem Bewusstsein und deinem Befinden steht. Deine Seele lenkt dich zu deinen tiefen Wünschen und Bedürfnissen. Dabei bist du allem gegenüber innig und vorbehaltlos zugeneigt – deinem Inneren mit deinen eigenen Gefühlen ebenso wie den Menschen aus deinem äusseren Umfeld.

Sind negative Emotionen beim Meditieren normal?

Obwohl du Liebe und Herzensgüte suchst, bist du in dir selbst mit negativen Emotionen wie Angst, Wut oder Zorn konfrontiert? Diese Gefühle sind normal und in der Meditationsphase sogar gewollt. Die Metta-Meditation versucht nicht, die Welt schön zu reden, sie fordert dich auf, dich auch mit belastenden Empfindungen auseinanderzusetzen und sie anzunehmen. Sie bietet dir dabei einen Weg an, Frieden mit dir und der Welt zu schliessen.

Welche Rolle spielen die Wunschsätze?

Die Wunschsätze der Metta-Meditation sind von den Grundbedürfnissen aller Lebewesen abgeleitet. Zu diesen Sätzen kehrst du während der Meditation immer wieder zurück und wiederholst sie. Mit den Wunschsätzen sollen nicht bestimmte Gefühle erzeugt werden. Auch mit einem Ergebnis ist nicht zu rechnen. Es ist auch nicht wichtig, ob sich die Wünsche jemals erfüllen werden. Die Wunsch-Sätze sind wie ein Samen, den du ins Feld streust und von dem du nicht weisst, ob er jemals aufgehen wird. Es geht somit um die Absicht, Liebe, Güte und Achtsamkeit zu sich selbst und anderen Wesen zu kultivieren.

Wie heissen die vier klassischen Sätze der Metta-Meditation?

Bei den vier klassischen Sätzen geht es um die Grundbedürfnisse Glück, Sicherheit, Gesundheit und Unbeschwertheit.

  1. Möge ich glücklich sein: Zu Beginn der Metta-Meditation ist dieser Satz der Türöffner des Herzens.
  2. Möge ich sicher sein: Der zweite Satz drückt das Schutzbedürfnis aller Lebewesen aus. Kein Mensch möchte Gewalt erfahren oder verletzt werden.
  3. Möge ich gesund sein: Alle Menschen möchten gesund sein und im Krankheitsfall bestmöglich medizinisch behandelt werden.
  4. Möge ich mit Leichtigkeit leben: Freiheit, Unbeschwertheit und Gelassenheit gehören mit zu den Grundbedürfnissen.

Wie ist der Ablauf einer Metta-Meditation?

  1. Entspannte Haltung und bewusste Atmung: Bereite dich auf die Metta-Meditation vor, indem du eine entspannte Haltung im Sitzen oder Liegen einnimmst. Konzentriere dich auf deine Atmung, damit dein Geist in einen Zustand der Ruhe kommt.
  2. Kontaktaufnahme zum eigenen Herz: Konzentriere dich und lenke deine Kraft auf deinen Herzraum. Wenn du magst, kannst du deine Hände auf dein Herz legen, um dir den Vorgang bewusst zu machen. Begegne dir selbst mit einer liebevollen Haltung und lass in dir selbst das Gefühl von Herzensgüte, Liebe und Achtsamkeit entstehen.
  3. Den ersten Metta-Satz aussprechen: Sprich den Satz „Möge ich glücklich sein“ aus und lass die Worte in dir wirken. Begegne allen Gefühlen, die der Satz in der auslöst, mit einer wohlwollenden und liebevollen Haltung.
  4. Entstehende Gefühle liebevoll annehmen: Nimm jedes in dir entstehende Gefühl an und wohlwollend zur Kenntnis, auch wenn es sich um negative Gedanken wie Ärger, Wut oder Traurigkeit handelt. Dies ist die Phase der Achtsamkeit. Wenn du bereit bist, dann formuliere den nächsten Wunsch. Die vier Sätze werden immer wieder wiederholt und du gehst einen Dialog mit deinem Herzen ein. Die Zeit spielt bei dieser Meditationsübung keine Rolle.
  5. Beenden der Metta-Meditation: Löse dich langsam von deinen Wunschsätzen und verbinde dich mit den Empfindungen deiner Atmung.