Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Yogaausbildung Schweiz – wer bietet Yogakurse an?

Kannst du dich in der Schweiz überhaupt zum Yogalehrer ausbilden lassen? Wer an Weiterbildungen, Lehrgänge und Seminare denkt, hat oft Bilder von einem Ashram in Indien vor Augen. Tatsächlich muss niemand für die Grundausbildung oder eine Weiterbildung um die Welt reisen: Eine Yogaausbildung in der Schweiz ist möglich. Voraussetzung ist, dass du dich intensiv mit der Yogapraxis befasst. Die Geschichte des Yoga sollte dir also bekannt sein. Aber was musst du sonst noch wissen? Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengetragen und beantwortet.

Wer darf Yogakurse geben?

In der Schweiz gibt es drei Berufsbilder, die die Ausbildungsschulen aufführen:

  • diplomierte Yogalehrer und -lehrerinnen
  • diplomierte Yogatherapeuten und -therapeutinnen
  • Komplementärtherapie OdA KT und Methodenidentifikation Yogatherapie

Alle drei Ausbildungen sind nach dem Ausbildungsprogramm der Europäischen Yoga-Union zusammengestellt. Dabei hat jede der Ausbildungsinstitutionen ein etwas anders ausgerichtetes Studium. Die einzelnen Module unterscheiden sich. Voraussetzungen für die Ausbildungen sind die Matura oder eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine eigene Yogapraxis. Da der Beruf des Yogalehrers und der Yogalehrerin nicht geschützt ist, sind international anerkannte Ausbildungen umso wichtiger. RYT200, BYV und ähnliche Abkürzungen bezeichnen die verschiedenen Zertifizierungen der unterschiedlichen Yogarichtungen.

Welche Yogaausbildung ist anerkannt?

In der Schweiz setzt sich der Berufsverband Swiss Yoga/Schweizer Yogaverband für die Verbreitung und Anerkennung von Yoga ein. Der Verband arbeitet mit Krankenkassen zusammen, bemüht sich um Partnerschaften mit allen möglichen Institutionen (nicht nur im Gesundheitssektor) und unterhält mit der Yoga University Villeret seit 1994 eine offizielle Ausbildungsschule. Hier finden nicht nur vierjährige Diplomlehrgänge statt, sondern auch regelmässige Weiterbildungsseminare und fachlich sehr spezifische Fortbildungen. Die Ausbildungen dieser Universität sind in ganz Europa anerkannt.

Warum mache ich in Yogakursen oft Meditation?

Yoga und Meditation sind eng miteinander verbunden, denn beide

  • machen dich innerlicher ruhiger
  • verhelfen dir zu mehr Gelassenheit
  • initiieren den Stressabbau im Alltag

Während des Trainings benötigst du deine gesamte Konzentration. Dein Denken konzentriert sich auf deinen Körper. Willst du die verschiedenen Übungen, die Asanas, im Yogaunterricht korrekt ausführen, ist das auch eine geistige Übung. Du lernst im Yogaunterricht, bestimmte Muskeln und Muskelgruppen ganz gezielt anzuspannen, auf einem bestimmten Spannungsniveau zu halten und auch bewusst wieder zu lösen. Diese vollkommene Konzentration auf eine winzige Kleinigkeit lässt dich deinen Alltag vergessen. Meditation erreicht das ebenfalls. Normalerweise gehen uns zahlreiche Gedanken gleichzeitig durch den Kopf. Das Unterbewusstsein schläft nie, mannigfaltige Sinneseindrücke, Alltagsprobleme und Sorgen werden ständig hindurchgeleitet. Nur ein Bruchteil davon gelangt ins Bewusstsein, und davon wird nur ein Teil wirklich durch das „Denken“ bearbeitet. Du kannst dein Unterbewusstsein nicht ausschalten oder an der Arbeit hindern. Lass die Gedanken daher unbeachtet vorbeiziehen und schenke ihnen keine Aufmerksamkeit. Das klingt einfacher als es ist – und deshalb ist Meditation Teil des Yogaunterrichts. Deine Persönlichkeit wird über die Jahre eine Entwicklung durchlaufen, du wirst insgesamt ruhiger und gelassener.

Wer bietet Weiterbildungen für die Yogaausbildung an?

Tatsächlich bietet nicht nur die Yoga University Villeret Weiterbildungen an. Auch zahlreiche andere Institutionen, Yogaschulen und einzelne Lehrkräfte haben immer wieder den einen oder anderen Lehrgang ausgeschrieben. Einen Lehrgang in der Nähe deines Wohnortes findest du am schnellsten über eine Suchmaschine deiner Wahl. Einige Möglichkeiten, die Yogaausbildung in der Schweiz zu machen und dich als Trainer oder Trainerin zu qualifizieren, haben wir für dich hier einmal zusammengestellt:

  • Hatha Yoga Schule (Chur, Mels, Bad Ragaz, Lenzerheide, Bendern)
  • Yoga Veda (Luzern)
  • Paracelsus Schulen (Zürich und verschiedene deutsche Städte)
  • Yoga Carmen (Bern)
  • Schweizer Yoga Zentrum (Solothurn, Winterthur)

Welche Ausbildungsschule ist für die Yogaausbildung in der Schweiz am besten?

Die verschiedenen Ausbildungsschulen arbeiten nach unterschiedlichen Schwerpunkten. Die einzelnen Ausbildungen und Weiterbildungen unterscheiden sich in ihrem Inhalt, ihren Kosten, ihrer Intensität und in anderen Punkten. Jede der Schulen hat Vor- und Nachteile, die du gegeneinander abwägen solltest. Wenn du dich für eine Yogaausbildung in der Schweiz interessierst, fordere doch einfach Informationsmaterial von den verschiedenen Yogaschulen an. Lies die Informationen sorgfältig durch und frage bei Unklarheiten nach. Du weisst selbst am besten, in welche Richtung du dich und deine Yogaschule entwickeln willst – und nur du weisst, welche Ausbildungsschule dir bei dieser Entwicklung helfen kann. Wichtig: Nicht alle Ausbildungsschulen bieten international anerkannte Zertifikate an.

Welcher Lehrgang ist für die Yogaausbildung sinnvoll?

Wer eine Yogaausbildung absolviert, will sich als Yogalehrer selbständig machen. Dazu werden ganz verschiedene Fähigkeiten benötigt und dementsprechend breit gefächert sind die Themengebiete, mit denen du dich befassen solltest:

  • Medizin und Anatomie
  • Körperübungen und Atmung
  • Quellen und Sprache
  • Ethik
  • Philosophie
  • Meditation
  • Psychologie
  • Unterrichtsgestaltung und Didaktik
  • Betriebswirtschaft
  • Marketing
  • Buchhaltung

Was kostet die Yogaausbildung?

Für die komplette Ausbildung von „keine Ahnung von Yoga“ bis zum zertifizierten Yogalehrer gehen viele Jahre ins Land, und du musst mit Kosten von 20.000 Franken oder mehr rechnen (Stand: 2020). Dabei kostet natürlich jeder einzelne Lehrgang nur einen Bruchteil davon. Für die Yogaausbildung kommen allerdings nur Menschen in Frage, die schon mehrere Yogakurse besucht haben, seit einigen Jahren selbst Yoga betreiben und dementsprechend einiges an Geld und Zeit investiert haben. Wie hoch genau die Kosten sind, hängt davon ab, bei welchem Institut du die Ausbildung machst und wie intensiv sie ausfällt.

Das könnte dich auch interessieren

Mit Faszien Yoga Verspannungen lösen und Schmerzen vorbeugen

Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenbeschwerden – besonders wer viel vor dem Computer sitzt, kann häufig ein Lied davon singen. Wenig Bewegung und eine ungünstige Körperhaltung führen zu Verspannungen und den genannten Problemen. Faszien Yoga ist eine gute Möglichkeit, einen Ausgleich zu schaffen. Mit den richtigen Yogaübungen werden Verklebungen gelöst und die Beweglichkeit wird verbessert. Schmerzen wird vorgebeugt, häufig werden sie auch massgeblich gelindert. Dabei ist es nie zu spät, anzufangen: Viele Muskeln warten nur darauf, bewegt zu werden. Es ist nie zu spät, mit Faszien Yoga anzufangen. Das Wichtigste rund um das Thema haben wir dir hier zusammengestellt.

Was ist Pilates? Alle Infos über das effektive Ganzkörpertraining

Wer seine Körperhaltung und Koordination verbessern, seine Kraft und Ausdauer stärken und Bewegungen harmonisieren möchte, liegt mit Pilates richtig. Bei dem sehr sanften und zugleich effektiven Ganzkörpertraining für den gesamten Körper, aber auch den Geist, werden bei bewusster Atmung ganze Muskelketten mit fliessenden und kontrollierten Bewegungsabläufen angesprochen. Wie die Methode entstanden ist und was sie auszeichnet, erfährst du in unserem Ratgeber. Darüber hinaus erklären wir, welche Rolle deine Körpermitte dabei spielt, wie du die Bewegungen ausführst und für wen sich das ganzheitliche Körpertraining eignet.

Power Yoga: Kraftvolle Flows für definierte Muskeln

Du willst deinen Körper straffen und festigen und gleichzeitig so richtig ins Schwitzen kommen? Dann solltest du die Trendsportart Power Yoga ausprobieren. Bei den schweisstreibenden Übungsreihen ist Muskelkater am nächsten Tag zumindest für Ungeübte vorprogrammiert. Power Yoga gehört zu den sogenannten Yang Yogastilen und ist kräftig und dynamisch zugleich. Im Gegensatz dazu sind die Yin Yogastile statisch und ruhig – entscheide selbst, welche Yogaart besser zu dir passt. Fakt ist: Möchtest du Gewicht reduzieren, ist das schweisstreibende Power Yoga definitiv die bessere Wahl.

Prana Yoga: Übungen für den Atem und Körper, Geist und Seele

Seit Jahrhunderten wissen indische Weise und Heiler von den Zusammenhängen zwischen der Gesundheit und der Einheit von Körper, Geist und Seele. Auch der Atem spielt in den traditionellen Yoga-Richtungen immer eine Rolle. Was der „Lebenshauch“ als Quelle der Energie mit deiner Gesundheit zu tun hat und wie du Übungen aus dem Prana Yoga sinnvoll in deinen Alltag einbauen kannst, haben wir uns in unserem FAQ einmal näher angeschaut.

Surya Namaskar: Alles über Wirkung des Sonnengrusses auf Körper und Geist

Surya Namaskar oder auch das Sonnengebet zählt zu den bekanntesten Ausführungen beim Yoga. Doch welche Bedeutung und Weisheit dahintersteckt und welche Wirkung der berühmte Sonnengruss auf Körper und Geist haben soll, wissen die wenigsten. Alles über den Sonnengruss, woher er stammt, was er mit Meditation zu tun hat und was du sonst noch darüber wissen solltest, erfährst du hier.

Lachyoga – durch Lachen zum kindlich glücklichen Selbst finden

Glückliche Menschen sind zufrieden und gesund. Das ist eine alte Weisheit, lässt sich im Alltag jedoch nicht immer nach Wunsch umsetzen. Hilfreich ist eine Methode, die jedem Menschen ermöglicht, mehr zu lachen und so auch das innere Kind in sich zu entdecken. Das gelingt dir mit Lachyoga, das weit mehr ist, als Witze zu erzählen und sich über etwas zu freuen. Durch ein gewollt künstliches Lachen gelangt der Praktizierende schnell zu einem echten Lachen. Und dieses ist heilsam und befreiend.